2019-06-21

Podcast leicht gemacht? Teil 1: Der Rückblick

Die Entstehung meines Podcast

April 2018

Ich denke erstmalig über die Idee eines Podcast nach. Gern würde ich es einfach mal ausprobieren und loslegen. Die Idee sich über einen Podcast mit anderen wörtlich auszutauschen fasziniert mich.

Juli 2018

Ich strecke meine Fühler aus, und überlege, welche To-Do`s bei einem Podcast eigentlich anfallen. Gleichzeitig frage ich zu dem Thema eine virtuelle Assistenz, die mir eine Menge Fragen bzgl. des Marketings und meiner Strategie stellt. Antworten habe ich keine. Ich realisiere, dass der Podcast eine Plattform, einige Shownotes und eine Strategie benötigt. Vorerst verabschiede ich mich von dem Gedanken, sofort loszulegen.

Die Idee versinkt also erst einmal im Nirvana.

November 2018

Ich nehme am Youpreneursummit in London teil und übe dort das englische Graphic Recorden – bzw. das Sketchnoten der dortigen Vorträge - und teile meine Sketchnotes direkt nach den Talks auf Twitter. Für meine Arbeit gewinne ich sogar ein Rode Podcaster Mikrofon.

Ich freue mich sehr, denn zumindest habe ich für einen potenziellen Podcast nun schon einmal ein Mikrofon. Leider bin ich ansonsten noch immer sehr ahnungslos. Ich beschließe, das Podcaster Mikrofon vorerst präsent an meinem Arbeitsplatz aufzubewahren … vielleicht findet sich ja eine Gelegenheit...

März 2019

Ich setze mir zum Ziel, das Mikrofon bis Ende April für eine beliebige – also tatsächlich irgendeine - Aufnahme zu nutzen.

Ende des Monats höre ich einen Workshop von Colin Gray. Er fasst kurz zusammen, wie man die Planung eines Podcast angeht. Außerdem erläutert er die Vorteile, die es hat, wenn man mit einer Staffel startet, anstatt mit einem zeitlich unbefristeten Podcast zu beginnen.

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Der Gedanke einer Staffel gefällt mir und ich beschließe mit einer ersten Staffel loszulegen.

April 2019

Ich versuche mit der Planung der Inhalte zu beginnen und ich frage mich außerdem, wo ich den Podcast eigentlich hosten soll.

Ich brauche eine Musik fürs Intro und höre mir deshalb zahlreiche Intro-Songs bei Audiojungle an. Am Ende klingen sie alle ziemlich gleich und es gibt nur ein, zwei Stücke, die mir gefallen. Allerdings bin ich unsicher, ob sie sich für einen Podcast wirklich eignen.

Ich kontaktiere eine virtuelle Assistenz, die auch Podcast-Editing anbietet.

Mai 2019 – Endlich geht es los!

Anfang Mai 2019

Ich fange an mir ein Intro und ein Outro zusammenzuschreiben. Ich entscheide, dass es bei meiner ersten Staffel um das Visualisieren geht. Sie wird sieben Episoden haben, deren Produktion mein erstes Ziel sein wird. Wie es danach weitergeht, wird sich später ergeben. Es ist nun an der Zeit einfach anzufangen.

Ich lade mir das Programm Audacity für die Aufnahme herunter und spreche meine erste Testdatei ein. Der Klang des Mikrofons begeistert mich.

Technisch fühle ich mich gut ausgestattet, das Rode Podcaster verfügt über einen integrierten Popschutz, demzufolge brauche ich keine Extraausstattung.

Ich bemerke jedoch, dass ich einen Mikrofonarm bzw. -ständer benötige und starte eine kurze Recherche, was sich am besten eignet. Das Podcaster gehört nicht gerade zu den besonders leichten Mikrofonen. Ich gehe deshalb lieber auf Nummer sicher und bestelle den Mikrofonarm von Rode, der mich auch aufgrund seines hohen Bewegungsradius begeistert.

13. Mai 2019

Es ist ein großartiger Tag. Die ersten drei Folgen habe ich auf Grundlage der dazugehörigen Blogartikel eingesprochen. Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, welcher Weg für mich am besten funktioniert: nur Bulletpoints oder das ausgeschriebene Skript. Ich experimentiere mit beiden Möglichkeiten.

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Ich tue mich schwer mit dem langsamen, jedoch flüssigen Einsprechen und beschließe zumindest die erste Folge erneut einzusprechen.

17. Mai 2019

Janett Meseberg, seit kurzem meine virtuelle Assistenz für den Podcast, schickt mir die ersten geschnittenen Folgen. Sie informiert mich, was ihr aufgefallen ist. Ich höre mir die Folgen an und finde es befremdlich, meine Stimme zu hören und die Unsicherheit des Einsprechens erneut zu durchleben.

23. Mai 2019

Ich habe mich für einen Introsong entschieden und Janett hat mir die mit der Musik unterlegten Podcastepisoden eins bis drei geschickt. Mir gefallen die ersten Episoden, zumindest der Beginn. Mehr möchte ich mir gerade nicht anhören. Nun heißt es dranbleiben.

28. Mai 2019

Ich bin viel unterwegs und habe keinen Kopf, um weitere Folgen vorzubereiten und einzusprechen. Wenigstens erstelle ich meine Grafik für den Podcast, die später auf meiner Webseite und auf iTunes erscheinen soll.

Noch unklar ist, ob ich die Folgen bei einem Podcasthoster wie Libsyn oder Podigee hochlade oder ob ich sie für den Anfang auf meiner eigenen Webpage einstelle. Ich setze mir das Ziel, dass mindestens die erste Folge ab Anfang Juli zum Anhören und Download zur Verfügung steht.

Juni 2019 – Die Feinarbeiten

12. Juni 2019

Es ist soweit: Alle sieben Episoden sind eingesprochen. Die letzte Episode fiel mir am leichtesten. Eventuell liegt das an der Übung der sechs vorangegangenen Folgen, die sich an meinen Blogposts zum Visualisieren anlehnen. Die letzte Episode ist eine FAQ – Folge, von Fragen, die mich erreicht haben. Hier hört sich mein Sprachrhythmus am natürlichsten an.

Ich übermittle die Folgen an Janett und bin gespannt, was sie sagt.

16. Juni 2019

Ich erstelle zu meinen Notizen der vergangenen Monate einen ersten Blogbeitrag und setze mir Ende Juni als Stichtag, um meine Shownotes erstellt und Webpage für den Podcast fertig zu haben. Zusätzlich sollte ich in diesem Zuge auch prüfen, wie der Upload auf iTunes und Co funktioniert. Noch offen ist alles, was das Marketing betrifft.

Mein Zwischenfazit

Wie erwartet kostet es recht viel Arbeit einen Podcast zu realisieren. Ich erhoffe mir, dass es mit der Erfahrung leichter wird. Colins Tipp mehrere Podcast-Folgen am Stück einzusprechen, habe ich beherzigt und finde ihn im Nachgang sehr hilfreich.

Auch wenn ich noch keine bewusste Strategie verfolge, so bin ich froh darüber, einfach losgelegt zu haben – denn sonst wäre ich vermutlich nicht halb so weit. Und wenn es eine zweite Staffel geben wird, dann hat diese genügend Raum für Verbesserungen.

Für den Moment schaue ich erwartungsvoll in die Zukunft, wie sich das Projekt Podcast weiterentwickelt…


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